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Der Verein heute
Der TSV Niedernhall präsentiert sich heute nach 100 Jahren immer noch als ehrenamtlich geführter Verein. Ein Verein unserer Größe sei „ehrenamtlich nicht zu führen“, sagen die Vereinsberater des Schwäbischen Turnerbundes. Noch geht es, doch die Zeichen der Zeit lassen uns keine andere Wahl auch Kräfte gegen „Bezahlung“ einzusetzen. Auf ein Mix aus Ehrenamt und (berechtigter) Aufwandsentschädigung läuft die Bewältigung der komplexen Vereinsaufgaben hinaus.
Die fünf autonomen, kassenführenden Hauptabteilungen haben sehr viel Selbstverantwortung. Sie führen ihren gesamten Sportbetrieb eigenständig. Die Transparenz der Vereinsfinanzen wird durch die quartalsmäßig erstellte Meldung ans Finanzamt gewährleistet. Diese wird unter der Federführung der TSV-Finanzreferentin gemeinsam mit allen Abteilungskassieren erstellt und vom Steuerberater kontrolliert. Die vom Hauptverein erhobenen Beiträge, dies sind rund 40.000,- EU im Jahr, werden entsprechend den Abteilungsmitgliedern anteilsmäßig ausbezahlt. Das ist nur ein Bruchteil dessen was der Gesamtetat schluckt. Der Rest, was die Abteilungen zusätzlich für ihren Sportbetrieb benötigen, muß aus eigener Kraft erwirtschaftet werden. Karl Weber sagte einmal: „ Der Sport ernährt sich vom Fressen und Saufen“, also vom Verkauf bei möglichst vielen Veranstaltungen und Festen. Recht hatte er, leider.
Moderate Beiträge nach sozialen Gesichtspunkten decken die Fixkosten des Vereins und ermöglichen eben „nur“ die Durchführung eines Breiten- und Freizeitsportangebotes. Der Aufwand im Leistungssport, und das über die Kreis- oder Landesgrenze hinaus, kostet richtig Geld. Wer zur Leistung motiviert, oder sie fordert, sollte dies immer vor Augen haben. In diesem Zusammenhang dürfen wir uns hier bei unseren Sponsoren, welche die einzelnen Abteilungen und deren Sport direkt bezuschussen, sehr herzlich bedanken. Ohne sie gäbe es weniger Leistung!
Die Vereinsverwaltung
Die Mitgliederverwaltung und Mitgliederbetreuung, alle anderen anfallenden Vereinsangelegenheiten werden von den drei Damen im Geschäftszimmer im „Götzenhaus“ erledigt. Hier muß Traudel Steinacker hervorgehoben werden, die dieses Amt seit 22 Jahren ohne große Unterstützung ehrenamtlich allein ausführte und erst seit zwei Jahren mit Ruth Berndt und seit kurzem durch Renate Veyel gute Entlastung erfährt. „Es war nötig, und es hat Spaß gemacht“, sagt sie. Daß sie sich schrittweise zurückziehen möchte, liegt auf der Hand. „Aber ich bleibe dabei und übernehme noch die eine oder andere Aufgabe im Hintergrund“.
Der geschäftsführende Ausschuß steuert den Verein mit einem kleinen, beweglichen Vereinsvorstand. Er steht in engem Kontakt untereinander und läd nur zu wenigen Hauptausschusssitzungen im Jahr ein. Dort sitzen sie dann alle am Tisch: Vorstandschaft und die Verantwortlichen der Abteilungen. Man bespricht die anfallenden gemeinsamen Aufgaben. Der Kleinkram wird zwischendurch auf kurzen Wegen direkt oder per Mail erledigt.
Die Sportstätten
Als die Stadt in den Siebzigern ihr Bildungszentrum startete, gehörten auch die nötigen Sportflächen dazu, die von der Stadt unter Bürgermeister Wilhelm Balbach in vorbildlicher Weise nach und nach erstellt wurden:
1955 Renovierung des „Inselsportplatz“, 1960 die neue Turn- und Festhalle, 1963 die Sportanlage mit Rasenspielfeld und kompletter Leichtathletikanlage, 1966 das Freibad, 1975 die dreiteilige Großsporthalle, 1982 die Faustballfelder, 1983 der Hartplatz mit Kunststoffbelag, 1993 der Nebenplatz (Trainingsfeld)
Die Tennisfreunde bauen ihre Tennisplätze mit Tennisheim, der TSV sein „Sportplatzhäusle“, - alles zusammen in zentraler Lage der Stadt. Nachmittags, nach Schulschluß, hat der Verein die Sportstätten zur freien Verfügung und er kann die Halle und die Plätze belegen wie er will. „Wir genießen ein großes Vertrauen und dies rechtfertigen wir auch“, sagt der Vorsitzende Gerhard Göker.
Ähnlich gut wie zur Stadt ist das Verhältnis zu den Schulen. Im Tischtennis, beim Schülerfußball und jüngst beim Faustballspiel arbeiten Schule und Verein besonders eng zusammen. Nur so funktioniert das Ganze und wir wünschen uns, daß dies so bleibt, eher noch besser ausgebaut wird.
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